Zambia

Das Binnenland ist ein noch wenig bereistes Land und gehört zweifellos zu den Favoriten für den Afrikaspezialisten. Das enorm große Land weist riesige Gebiete von unverfälschter Natur aus, die noch zum großen Teil in der Entwicklung stecken und großes Wachstum Potential aufweisen. Es gibt 19 National Parks, darunter gehören zwei Parks zu den größten Wildreservaten Afrikas. Der Kafue National Park sowie der South Luangwa National Park. Hier lassen sich von den wenigen Lodges wunderbare Safaris per Geländewagen, per Boot oder zu Fuß unternehmen. Walking Safaris bzw. geführte Fuss-Wanderungen wurden vom Großwildjäger Normann Carr erfunden und sind ein wunderbares Erlebnis. Es gibt kein erhebenderes Gefühl als zu Fuß auf Giraffen, Antilopen oder mitunter Elefanten zu treffen. Zu Fuss nehmen Sie die Umgebung intensiver war, nehmen Düfte und Geräusche auf – ein Erlebnis für alle Sinne. Eine  Fuss-Safaris ist in allen National Parks möglich, das Gebiet des South Luangwa eignet sich dabei besonders gut. Im Lower Zambezi  National Park lassen sich herrlich Kanufahrten unternehmen. Dies ist zum einen eine ruhige Aktivität bei der man sehr nah an der Natur ist, Vögel beobachten kann und eine einzigartige Stimmung genießen kann, zum anderen kann diese auch zum Abenteuer werden wenn man auf einmal an Nilpferdherden vorbeifahren muss. Zambia bedeutet Authentizität und Individualität in jeder Hinsicht. Die beste Weise das Land kennen zu lernen ist im Rahmen einer geführten Safari oder Fly In Safari. Die Infrastruktur ist nicht besonders ausgebaut, die National Parks sind schwer zu erreichen und liegen weit voneinander entfernt. Von Selbstfahrer Safaris raten wir ab. Das Land setzt auf einen nachhaltigen Tourismus und so findet man größtenteils nur kleine und meist hochwertige Camps / Lodges in den National Parks mit einer entsprechend geringen Anzahl von Touristen.   Neben einer artenreichen Tier-und Pflanzenwelt hat das Land auch zahlreiche Wasserfälle zu bieten wobei die Victoria Wasserfälle zu den berühmtesten zählen. Der Besuch der tosenden Viktoriafälle ist ein einmaliges Naturschauspiel, das Sie auf keinen Fall versäumen sollten. Entdecken Sie das Juwel des Südlichen Afrikas und begegnen Sie neben einer einzigartigen Natur, offenherzige und freundliche Menschen.

Geographische Lage

Zambia liegt im Übergangsbereich von Zentral-und Ostafrika zu Südafrika. Sambia grenzt im Westen an Angola, im Norden an Zaïre, im Nordosten an Tansania, im Osten an Malawi, im Südosten an Mosambik, im Süden an Zimbabwe und Botswana und den Caprivi-Zipfel Namibias. Im Süden bilden der Zambesi Fluss  und der Kariba-See die Grenze zu Zimbabwe. Die Oberfläche des Landes wird von einem nur schwach gegliederten Hochland zwischen 1000 m und 1500 m Höhe gebildet, das von Süden nach Norden allmählich zur Lundaschwelle ansteigt. Der Zambesi und sein Nebenfluss Kafue haben streckenweise tiefe Schluchten in das 900-1200 m hohe Plateau eingeschnitten, das den Westteil landschaftlich bestimmt.  Im Osten und Nordosten des Landes steigt das zambische Plateau auf 1200 m an. Die Savanne ist mit Laubbäumen, Sträuchern, Grasebenen und Sümpfen bedeckt. Namengebend für das Land ist der Zambesi, mit 2736 km der längste Strom des südlichen Afrika

Fläche

Das Land ist rund 752.618 qkm groß und damit mehr als doppelt so groß wie Deutschland.

Bevölkerung

Etwa 16,5 Mio. Einwohner(Stand 2016). Davon leben ca. 40% in den Städten. Mit 12 Einwohnern pro qkm ist das Land dünn besiedelt.

Ethnische Gruppen

Die Bevölkerung Zambias setzt sich aus über 70 ethnischen Gruppen zusammen, die meisten von ihnen gehören zu den Bantuvölkern. 36% der Gesamtbevölkerung sind Bemba, gefolgt von 18% der  Nyenja  und 15% Tonga. Weitere Gruppen sind die Luvale, Lunda und Kaonde im Nordwesten des Landes und die Barotse. Minderheiten sind Europäer, Asiaten und Buschmänner.

Religionen

Katholiken 82,4% (Katholiken 3,8 Mio.), Animisten 14,3, Baha’i 1,8%, Sonstige 1,5%

Sprachen

Die Amtssprache ist Englisch. Daneben gibt es sieben offiziell anerkannte regionale Sprachen: Bemba, Nyanja, Lozi, Tonga, Lunda, Kaonde, Luvale, sowie viele Dialekte.

Hauptstadt

Lusaka, ca. 2 Mio. Einwohner

Elektrizität

Die Netzspannung in Zambia beträgt 240 Volt bei einer Frequenz von 50 Hz. Es werden hauptsächlich dreipolige Steckertypen verwendet. Es empfiehlt sich in jedem Fall, einen Adapter mitzunehmen.

Ortszeit

MEZ +1 während der europäischen Winterzeit, die gleiche Uhrzeit während der europäischen Sommerzeit

Telefonvorwahl

+260

Feiertage

01. Januar Neujahr 12. März Tag der Jugend,  01. Mai Tag der Arbeit 25. Mai Afrikanischer Freiheitstag, 04. Juli Heldentag, 05. Juli Einheitstag, 01. August Bauerntag, 07. August Tag der Bauern ,03. September Levy Mwanawasa Tag, 24. Oktober Unabhängigkeitstag, 25. Dezember Weihnachten

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Deutsche Staatsbürger benötigen einen Reisepass der noch 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig sein muss und noch mindestens über zwei freie Seiten verfügt. Es muss auch ein gültiges Rück-Weiterflugticket gezeigt werden. Ein Touristen-Visa bekommt kostet z.Zt. 50 USD, ein Visum, das Sie zu mehreren Einreisen berechtigt kostet 80  USD. Achten sie bei der Einreise auch darauf, dass ihnen das richtige Visum erteilt wird (besonders wenn sie ein Multiple-Entry Visum beantragt haben), dass der Einreisestempel in ihrem Pass ist und dass der korrekte Zeitraum angegeben ist. Wenn Sie von Zambia nach Südafrika einreisen möchten, müssen Sie außerdem eine gültige Gelbfieberimpfung nachweisen.

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Botschaft der Republik Zambia

Axel-Springer-Straße 54A,
D-10117Berlin
Tel: 030 – 2062940
Fax: 030 – 2062 9419
E-Mail: botschaftvonsamibia@t-online.de
Internet: www.zambiaembassy.de
Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-13.00 und 14.00-16.00 Uhr (auch für Österreich zuständig.)

The Tourism Council of Zamiba

c/o Embassy of the Republic of Zambia
Axel Springer Str. 54 a,
D-10117 Berlin
Tel: 030- 20 629 40
Fax: 030 – 20 629 419
Internet: www.zambiatourism.com

Zambia National Tourist Board

Lusaka Square, Cairo Road,
ZM-Lusaka
Postanschrift: P.O Box 30017,
ZM-Lusaka
Tel: (01) 22 90 87/90.
Internet: www.zambiatourism.com

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

United Nations Avenue, Stand No. 5209,
Ridgeway, ZM-Lusaka
Postanschrift: PO Box 50120,
15101 Ridgeway, ZM-Lusaka
Tel: (01) 25 06 44, 25 12 59/62.
In Notfällen außerhalb der Bürozeiten: +26 0977 773 000
Fax: (01) 25 40 14.
E-Mail:info@lusaka.diplo.de
Internet: www.lusaka.diplo.de
Öffnungszeiten: Mo-Do 07.30 – 17.00 Uhr und freitags 07.30h – 13.30 Uhr

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Impfungen

Offiziell sind bei einer Direkteinreise keine Impfungen vorgeschrieben. Bei einer Einreise und Ausreise über ein Gelbfieber-Endemie Land ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung vorgeschrieben. Wir empfehlen Ihnen aber ohnehin eine Impfung durchzuführen, da der Westen des Landes als Gelfieber Infektionsgebiet gilt. Standardmäßige Impfungen, die auch in Europa angeraten sind sollten ebenfalls gültig sein: Polio, Tetanus, Diphtherie, Hepatitis A und B.

HIV / Aids

ist der großes  Problem des Landes und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches lebensgefährliches Risiko bergen.

Malaria Prophylaxe

Zambia gehört zu den Ländern mit der höchsten HIV-Infektionsrate. Es gibt ein hohes Risiko im ganzen Land einschließlich der Städte, vor allem im Süden des Landes: Zambezi Tal, Kariba See, Victoria Fälle, Luangwa-Tal. Besonders stark tritt die Krankheit in der Regenzeit von November bis Juli auf. Das Infektionsrisiko kann durch geeignete Maßnahmen erheblich verringert werden:
Während der Dämmerung / Dunkelheit lange Bekleidung tragen. Nutzen  Sie die in den Hotels und Lodges zur Verfügung gestellten Moskitonetze und beim Aufenthalt im Freien (besonders am abendlichen Lagerfeuer im Camp) tragen Sie Mückenschutzmittel. Lassen Sie beim Verlassen Ihres Zimmers in der Dunkelheit kein Licht angeschaltet. Beraten Sie sich vor Abreise mit Ihrem Hausarzt oder einem Tropenmediziner über etwaige Impfungen und Schutzmaßnahmen.

Bilharziose

Bilharziose-Erreger kommen landesweit im Süßwasser vor. Es gilt Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse) zu vermeiden. Baden z.B. im Kariba-Stausee sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Wasser: In Hotels, Lodges, Gästehäusern und Restaurants gibt es gutes, meist europäisches Essen. Sie sollten ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser. Leitungswasser ist nicht trinkbar.

Versicherung

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen.  Es herrscht ein katastrophaler Mangel an ausgebildeten Fachkräften. Diese werden zwar ausgebildet werden aber sehr schnell in andere Länder abgeworben. Wegen der langen Distanzen und der extrem schlechten Straßenverhältnisse sind ein gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung dringend empfohlen. Wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, dann nehmen Sie diese ausreichend aus Deutschland mit.

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Die Währung Zambias ist der Kwacha, der in 100 Ngwee geteilt wird.
Die Einfuhr von Fremdwährungen  ist in unbegrenzter Höhe möglich. Es gibt eine Deklarationspflicht. Die Ausfuhr von Fremdwährungen ist zulässig bis in Höhe der deklarierten Beträge, abzüglich der Umtauschbeträge. Die Einfuhr der Landeswährung ist verboten, deren Ausfuhr auf 1000K begrenzt.

1 US Dollar    = 5170 ZMK
1 EURO    = 6698 ZMK.

Fremdwährungen werden in offiziellen Banken und Wechselstuben umgetauscht. Wechselbestätigungen sind bis zum Verlassen des Landes aufzuheben. Man sollte über ausreichend Bargeld, am besten USD verfügen. In den meisten Hotels, Reisebüros, größeren Supermärkten werden auch Kreditkarten akzeptiert. An Tankstellen muss man bar bezahlen.

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Zambia liegt der Breitenlage entsprechend in den Tropen. Aufgrund der Höhen-und Binnenlage ist das Klima jedoch gemäßigt mit einer durchschnittlichen Tageshöchsttemperatur von 20°C im Juli und 30°C im Januar. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt im Süden des Landes 600-700 mm; sie steigt nach Norden hin auf 1500 mm an. Man unterscheidet im Land drei Jahreszeiten. Eine kühle Trockenzeit von Mai bis September mit Temperaturen zwischen 15°C und 27°C. Im Juni und Juli ist es morgens empfindlich kalt und die Nachttemperaturen können auf 4° absinken. Die heiße Trockenzeit ist im Oktober und November mit Temperaturen zwischen 24°C und 32°C. Die Regenzeit ist zwischen November/Dezember und April. Es ist dann heiß und schwül mit Temperaturen zwischen 27°C und 38°C. Es gibt  tropische Stürme und starke Regenschauer aber auch sonniges Wetter. Diese Zeit eignet sich großartig, um das Land grün und üppig zu erleben und vor allem eine enorme Vogelpopulation zu beobachten. Auch werden in dieser Zeit die meisten Tiere geboren. Für Tierbeobachtungen und Überlandfahrten ist die Trockenzeit am besten geeignet, dies gilt besonders für das Luangwa Valley und den Lower Zambezi Park.

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Bitte beachten Sie ein eingeschränktes Platzangebot im Safari Fahrzeug und auf Flügen. Das Safarigepäck sollte leicht und nicht sperrig sein. Bei den meisten Reisen wird nur ein weiches Reisegepäck zugelassen (ohne Rahmen und Rollen).Bei nationalen Flügen besteht zumeist eine Gepäckbegrenzung von 15 kg in weichen Taschen. Bei nur geringfügiger Überschreitung muss eine Pauschal Gebühr für ein Zusatzgepäck von 30 USD bezahlt werden.
Grundsätzlich empfehlen wir strapazierfähige leichte Kleidung aus Baumwolle oder Mikrofasern in gedeckten Farben. Eine warme Fleece-oder Windjacke sollte vor allem im Mai – Juli nicht fehlen, ebenso wenig wie ein Hut und eine gute Sonnenbrille. Bei Buschwanderungen ist festes, die Knöchel bedeckendes Schuhwerk ratsam. Nützlich sind außerdem ein Fernglas, Taschenmesser sowie eine Taschenlampe.

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Kasanka National Park
Liuwa Plains National Park
Lochinvar National Park
Lower Zambezi National Park
Luambe National Park
Mosi-Oa-Tunya National Park
North Luangwa National Park
South Luangwa National Park
Victoria Wasserfälle / Livingstone

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